Über den Urlaub in Dänemark an der Nordsee, Ostsee, Jütland, Seeland und auf Bornholm

Die Insel Lolland in Dänemark

Spricht man über Dänemark, kommt man eigentlich nicht darum herum, auch über die dänischen Inseln zu sprechen. Unter den vielen verschiedenen Inseln in der Ostsee, die zu Dänemark gehöre, befindet sich unter anderem die Insel Lolland. Früher wurde die Insel auch als Laaland bezeichnet, in jedem Falle handelt es sich bei Lolland um die flächenmäßig viertgrößte Insel mit einer Fläche von insgesamt 1242 Quadratkilometer. Geht man von der Anzahl der Einwohner aus, so besitzt Lolland mit etwa 61.500 Einwohnern die fünftgrößte Anzahl an Einwohnern unter den dänischen Inseln.

Stege

Bildquelle: Ostdansk Turisme, www.visiteastdenmark.com

Geografisch betrachtet ist die Insel recht niedrig gelegen, südlich sind zum Teil sogar Flächen, welche 2 Meter unter dem Meeresspiegel liegen und dementsprechend findet man gerade in Lolland zahlreiche Beispiele der typisch dänischen Landschaft vor. Auf der einen Seite kann die Nähe zum Meer und die recht flache Landschaft optisch sehr beeindruckend wirken und gerade für Besuche aus Großstädten ein ungewohntes Gefühl von Freiheit auslösen, doch auf der anderen Seite sorgte dies in der Vergangenheit des häufigeren für Probleme. So musste die gesamte Südküste nach einer geradezu  verheerenden Sturmflut im Jahre 1872 vor den Naturgewalten geschützt und mit vielen Deichen umringt werden. Anders, als man vielleicht erwarten würde, findet man an der Südküste von Lolland auch nicht allzu viele Häfen vor, da zahlreiche Untiefen das Andocken der Schiffe in der Region zu einem riskanten Kunststück machen.

Wasser findet man in Lolland aber nicht nur an der Küste vor, sondern auch in der unmittelbaren Umgebung. Der größte unter den Seen in Lolland ist der so genannte Maribosee, welcher auch die Heimat für zahlreiche verschiedene Fischarten ist. Für Angler ist die Insel Lolland daher eine sehr interessante Option für die Buchung eines Urlaubes, allgemein ist auf den dänischen Inseln natürlich die Fischerei lange Zeit ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft gewesen und auch die Insel Lolland stellt hier keine Ausnahme dar.

Tatsächlich ist Lolland allerdings schon seit der mittleren Steinzeit besiedelt gewesen, als die umliegenden Belte – der berühmte große und kleine Belt – noch nicht von Wasser bedeckt gewesen sind und es sich bei Lolland noch um eine Halbinsel handelte. Im Laufe der Zeit geriet die Insel unter die dänische Herrschaft, wurde allerdings größtenteils sich selbst überlassen. Überhaupt kann man auf Lolland hin und wieder das Gefühl bekommen, dass die Zeit mehr oder minder stehen geblieben ist – 1901 lebten auf Lolland genauso  viele Menschen, wie es 2005 der Fall gewesen ist und große Schwankungen in der Bevölkerungsentwicklung in Dänemark sind hier vermutlich nicht zu erwarten.
Neben dem milden Klima und der Offenheit bietet die Insel Lolland für Reisende auch ganz konkret so einige Sehenswürdigkeiten. Dazu zählt unter anderem die Ganggräber im Nordwesten der Insel, bei denen es sich um sehr eindrucksvolle Megalithanlagen aus der jungen Steinzeit handelt. Ganggräber dürften begrifflich nicht unbedingt jedem bekannt sein, aber bei der Erwähnung von Stonehenge wird man schnell eine Idee davon liefern können, welche Beschaffenheit die Ganggräber haben. Die riesigen Felsen wurden von den Menschen damals zur Einquartierung und gelten als wichtige Kennzeichen der menschlichen Entwicklung, die die Räder der Zeit zweifelsohne angesichts ihrer monumentalen Struktur nicht zermahlen konnte.

Es finden sich in Lolland auch noch so einige weitere Zeichen aus der Vergangenheit, die man etwa in dem Museum für Christian Ditlev Reventlow finden kann. Es handelt sich hierbei um einen dänischen Staatsmann und Sozialreformer, der im 18. bis zum 19. Jahrhundert lebte und gilt vor allen Dingen als maßgeblich verantwortlich für moderne Reformen in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht in Dänemark. Etwaige Festspiele mit dem Mittelalter als thematischen Hintergrund sind ebenfalls bestens dazu geeignet, um bei nachgespielten Ritterturnieren mit Lanzenstechen und Katapulten eine Reise in die Vergangenheit Dänemarks zu unternehmen.

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